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Aufgrund von Zeitmangel ist dieser Blog in den letzten Wochen meiner Zeit in Chicago leider nicht mehr allzu oft aktualisiert worden. Obwohl ich wollte, dass das gerade nicht passiert. Trotzdem galt es neben der Arbeit die letzte Zeit auszunutzen. Seit dem Frühling bin ich einfach nicht mehr zur Ruhe gekommen. Arbeiten, Meetings, Seminare, Reisen, Freunde und Chicago aufs Maximum zu erkunden, haben nicht viel Zeit übrig gelassen. Besonders in den letzten sehr guten Wochen ist die Zeit vergangen wie nichts. Der Traum ist nicht geplatzt, aber inzwischen leider vorbei. Zurück in Berlin. Was für ein unfassbares Jahr!

Um den Blog hiermit zu schließen und trotzdem ordentlich zu Ende zu bringen, kann man die zweite Hälfte meiner Zeit und Reisen in den USA und der Arbeit in Chicago noch mal in meinem zweiten Projektberichtbericht ausführlich nachlesen.
Die Stadt nach einem Jahr wieder zu verlassen, fällt deutlich schwerer als erwartet.

My long journey from Berlin to Chicago – Projektbericht I
(Januar 2010)

My long journey Across America – Projektbericht II (August 2010)


Farewell, Chicago!


This will always be my city.

Nach dem langen und harten Winter wacht Chicago auf!  Menschen ueberall. Die Stadt ist voll. Jeden Tag gibt es irgendwelche Festivals. Alles ist ploetzlich gruen. Temperaturen über 90 Grad Fahrenheit bzw. ca. 30 Grad Celsius sind keine Seltenheit. Die Straende sind am Wochenende randvoll. Bars, Restaurants, Cafes, alles ist busy.. Meine Neighborhood ist dank dem Baseball Stadion und der ganzen Lokale in der Gegend noch lauter als sowieso schon.
Leider laeuft meine Zeit in dieser Stadt auch langsam ab. In weniger als 3 Monaten ist mein Freiwilligendienst leider vorbei. Folgend ein paar Eindrücke vom Sommer…

randomness.

Do something everyday, regardless. Nothing will happen unless you first initiate a process of cause and effect. This starts with an action. Reawaken the possibility of possibility. Reawaken it with play.

Creative Commons: Copyright by photoentropy

“Das Streben nach Glueck” in Chicago.

Pursuit Of Happiness from Nick Brazinsky on Vimeo.

Mein Apartment liegt in Wrigleyville, einem Teil Lakeviews. Die Neighborhood ist eine der wichtigsten Neighborhoods der Stadt und in den ganzen USA bekannt. Wer von Chicago redet, meint auch Wrigleyville. Das besondere ist, dass das Wrigley Field, das aelteste Baseballstadion Amerikas und Spielstaette der Chicago Cubs hier mitten in einer Wohngegend liegt. Ich wohne vielleicht 2 Minuten Fussweg vom Wrigley Field. Die neue Baseball Saison hat vor kurzem begonnen. Jeden Tag auf dem Weg zur U-Bahn bin ich am leeren Stadion vorbei gelaufen. Seit die Saison laueft, treffe ich auf meinem Weg zur Arbeit auf Fans, die sich um 8 Uhr morgens die Kante geben und Stunden vor dem Spiel vor dem Stadion Schlange stehen. Wrigleyville ist sowieso immer laut und busy und hat ausserdem etliche Clubs und Bars. Aber was jetzt vor und nach dem Spiel los ist, ist einfach der Wahnsinn. Fans, Merchandise-Verkauefer, Polizei. Presse und Menschenmassen ueberall… Waehrend ich mir das Spiel, das um die Ecke stattfindet im Fernsehen ansehen kann, hoere ich Rufe der Fans bis in meine Wohnung!

Hat man genug Geld laesst es sich in meiner ziemlich weissen Neighborhood wirklich sehr gut leben. Mit Berlin – Neukoelln ist das nicht wirklich zu vergleichen.  Ansonsten sieht man beeinduckend schoene kleine Haueser und tolle Architektur. Ausserdem befindet sich die kleine Seitenstrasse „Alta Vista“ hier, a Historic Landmark of Chicago. Mit der Zeit habe ich realisiert, dass mir meine Neighboorhood zwar sehr schoen anzusehen ist und viel zu bieten hat, aber mir auch einfach ein bisschen zu upper class ist, wenn sich man in Gewissen ruft wie segregiert Chicago ist. Ich fuehle mich ein bisschen komisch, wenn ich aus der schaebig moeblierten Wohnung aus dem Fenster gucke und meine Bonzennachbarn ihre Hunde ausfuehren, den Springbrunnen einstellen oder Bluemchen pflanzen…
Der extrem ubeteuerte “Whole Foods” Supermarkt vor meiner Tuer bringt mir auch nichts. Trotzdem bin ich in Laufnaehe zu allem und nichts fehlt. Nach Downtown brauche ich 20 Minuten mit der U-Bahn, in den South Loop zur Arbeit 30 Minuten. Mit dem Fahrrad bin ich sofort am See und kann auf die Skyline sehen. Uptown, eine der absteigenden Neighborhoods auf der North Side grenzt jedoch auch an Wrigleyville. Und innerhalb von 10 Minuten befindet man sich in einer Gegend, die schon gar nicht mehr so weiss ist und nachts alleine gemieden werden soll.
Auf jeden Fall werde ich noch zu einem Cubs Spiel gehen und mir ein Baseballspiel ansehen. Obwohl die Chicago Cubs ziemlich schlecht sind, denn besser sind die Chicago White Sox von der South Side. Aber schliesslich lebe ich in Wrigleyville

Siehe einen kurzen Bericht ueber einen Protest in Wrigleyville vor dem Wrigley Field, inklusive meiner Wenigkeit, hier!

If you wanna hear a terrible German accent check me out in this slideshow from students from the Northwestern University about Public Art in Millennium Park.

78° F / 26° C


Der Fruehling ist das Beste, was Chicago passieren kann!

Chicago – New York

New York, New York! Die Welthauptstadt hat mich immer extrem angezogen. Da Chicago im Midwest liegt und New York an der East Coast, kommt man nicht mal so eben nach New York. Nach fruehem Buchen der Fluege konnte ich endlich ganze 11 Tage nach New York!
Das Empire State Building, die Brooklyn Bridge, Freiheitsstatue und Manhattan vom Flugzeug aus zu sehen ist einfach beeindruckend. New York City ist wie erwartet. Pulsierend, laut, hektisch, dreckig, riesig, chaotisch, vielseitig, beeindruckend schoen und potthaesslich, energiegeladen. Einfach ziemlich atemberaubend.

Von den 5 Boroughs gibt es eigentlich nur in Manhattan etwas fuer den Touri zu sehen. Da ich die Stadt aber als Ganzes erleben wollte, stoerte mich die von Manhattan weit entfernte Unterkunft in der Neighborhood Bensonhurst im Sueden Brooklyns nicht. Auch wenn das zum Central Park ganze 90 Minuten mit der selben Subway Linie dauert. Und dann hat man immer noch nicht die ganze Linie abgefahren. Das Subway-System einfach nur riesig…
Manhattan ist einfach der verrueckteste Ort dieser Erde. Eine kleine Insel, voll mit Wolkenkratzern auf der es unendlich viel zu tun gibt. Der Times Square, einer der zentralen Plaezte, bei Daemmerung war mein erstes Ziel nach der Ankunft. Eigentlich hat dieses Lichter- und Reklamemeer nicht mal etwas bestimmtes zu bieten, trotzdem versammelt sich dort alles , es passieren seltsame Dinge und man erlebt das volle Programm Amerika. Bei Dunkel ist es durch die ganzen Lichter so hell, dass es einem wie am Tag vorkommt.

New York ist das wohl multikulturellste, was ich je gesehen habe. Akzente und verschiedene Namen aus der ganzen Welt kommen aus jeder Ecke. Das total verdreckte, riesige und immer noch wachsende Chinatown in Manhattan ist nochmal eine eigene Welt und verschluckt Little Italy, was nicht mehr viel zu bieten hat. Wer sich in Deutschland ueber Parallelgesellschaften redet, soll sich das erst mal ansehen. Deutsch hoert man in New York staendig und ueberall. Ob im 86. Stock des Empire State Buildings oder auf der Staten Island Ferry, ueberall meckernde deutsche Touristen. In der U-Bahn in Brooklyn war ich in der Minderheit unter Chinesen und orthodoxen Juden, die einem staendig begegnen und auch zum Stadtbild gehoeren. Wen das unfassbar riesige U-Bahn Netz nervt, brauch auf ein gelbes NYC TAXI in Manhattan nicht lange warten. Im den lauten Grossstadtmoloch kann man meinuger nach guenstiger als Chicago essen. Von Muslimen betriebene „Halal“ Food Cars gibt es an vielen Plaetzen. Food Cars, an denen man guenstig ganz gutes Essen bekommt, sind in Chicago leider verboten und ausser in einigen mexikanischen Neighborhoods nicht zu finden. Haengt man im sehr schoenen Central Park rum, umgeben einen die Wolkenkratzer der Stadt. An vielen Plaetzen wie am Union Square oder Washington Square spielt sich das Leben draussen ab, wie an einigen Plaetzen in Berlin (Admiralbruecke, der Kreuzberg usw.) Allein der Aufbau der Stadt aus ein paar Inseln, die durch die Bruecken und Schiffe verbunden sind, ist ziemlich beeindruckend.

Brooklyn ist auch ziemlich cool und eigentlich nochmal wie eine eigene Stadt mit ziemlich segretieren Stadtteilen. In Coney Island, Halbinsel am Atlantik im Sueden Brooklyns, hat es den Anschein, dort trifft alles aufeinander.
Manhattan’s Fifth Avenue ist ein bisschen vergleichbar mit dem Kudamm oder der Michigan Avenue und eine der Adern Manhattans. Nach dem ueblichen Sightseeing was man sich in New York ansehen kann (siehe Fotos), habe ich versucht ein bisschen ein Gefuehl fuer die Stadt und Menschen zubekommen, insofern das moeglich ist in der kurzen Zeit. Die Metrople des Kapitalismus ist zugleich auch Stadt der Kreativen. Wenn man in New York unterwegs ist, weiss man bei der Energie dieser Stadt einfach defintiv, dass man in einer Weltmetropole ist!

New York ist vielleicht die beste Stadt der Welt – nach Berlin.


Chicago – Boston

Nach 6 Monaten in den USA ohne besonders viel vom Land gesehen zu haben, komme ich etwas rum. Endlich reisen!
Nach zwei Tagen in New York, bin ich mit dem Megabus fuer ein paar Bucks (Dollars) nach Boston gefahren, was um die 5 Stunden dauerte.
Mit Boston, Massachutes in New England assoziiert man eine steinalte Stadt und reiche Geschichte, Universitaeten und den britischen Einfluss. Die Stadt hat nicht die spektakulaerste Skyline fuer amerikanische Verhaeltnisse und auch nicht annaehernd so viele Attraktionen wie New York oder Chicago zu bieten, gefaellt aber trotzdem ziemlich gut. Boston ist eine relativ kleine Grossstadt mit 500 000 Einwohnern und 5 Millionen im Grossraum. Wikipedia listet Boston sogar als Weltstadt. Fuer amerikanische (nicht fuer europaeische) Verhaeltnisse findet man viele alte Gebaeude, Kirchen, Rathaueser und man fuehlt sich teilweise wie in Oxford.

Das Wetter war beschissen, jedoch hab ich trotz meiner gefluteten Chucks einiges gesehen, da mir die ASF-Freiwillige in Boston alles gezeigt hat. Boston liegt am Meer. Am Hafen der Stadt koennte man auch in Hamburg sein. Viele Stundenten an einigen der besten Unis der Welt machen die Stadt trotz der Geschichte auch attraktiv fuer junge Menschen. Cambridge, Standort der Harvard University, eine der besten Unis der Welt, und Brookline sind mit Boston verknuepft. Mit nichtvorhanden Nahverkehr in den USA hab ich bereits einige Erfahrungen. Das zuverlaessige und aelteste Nahverkeherssystem der USA hilft einem aber sich in der ueberschaubaren Stadt zu bewegen.
Boston ist sauber, wohlhabend und hat eine niedrige Kriminalitaetsrate. Das Gefuehl in einer grossen Metropole zu sein bekommt man nicht unbedingt, aber es irgendwie relaxed in Boston. Durch alle moeglichen Restaurants, Laeden, Konzerte und das Kulturleben etc. gibt es genug zu tun. Boston ist auf jeden Fall eine ganz coole Stadt!


JCUA’s Video zur We Were Strangers, Too-Campaign, die das Durchsetzen einer Immigration Reform als Ziel hat.

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